Whats up?

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Als Hinweis gebe ich an dieser Stelle immer den Hinweis ab, dass ich doch per E-Mail zu erreichen bin ...

Aber mit WhatsApp kann man mehreren Personen gleichzeitig eine Nachricht senden!
Kann man mit E-Mail auch!
Mit WhatsApp kann ich Anhänge versenden!
Kann man mit E-Mail auch!
Bei WhatsApp kommt die Nachricht sofort beim Empfänger an!
Ist bei E-Mail auch so.
Bei WhatsApp kann ich den gesamten Nachrichtenverlauf sehen!
Ist bei E-Mail auch so.
Aber bei WhatsApp ... Ach, was. WhatsApp ist einfach geiler!
Stimmt nicht.

Ja, ich weiß: mit Programmen wie WhatsApp kann man aber sehr viel mehr Lebenszeit mit wunderschönen Katzenvideos verbringen. Will ich aber nicht. Ich mag keine Katzen, ich mag Hunde.

Und dann gibt es da noch einen Punkt, der nicht ganz unwesentlich ist: die Nutzung von WhatsApp ist in Deutschland / EU in der Regel:

ILLEGAL

Illegal? WTF? Kann doch nicht sein, das nutzen doch so viele!?

Ja, doch. Denn es ist ein weit verbreiteter Irrglaube, dass die DSGVO nur für Firmen gelten würde. Klingt komisch, ist aber so.
Ein Grund dafür ist unter anderem, dass - wenn ich WhatsApp auf meinem Smartphone installiere - alle meine Daten aus meinen Kontakten (Name, Adresse, Telefonnummer, ...) auf die WhatsApp Server übertragen werden. Von allen. Auch von denen, die das ggf. nicht möchten. Und das hat derjenige zu verantworten, der die WhatsApp App auf seinem Smartphone installiert und gestartet hat. Die betreffende Person allein.

Und wer es an dieser Stelle immer noch nicht glauben mag, hier weitere Links mit der klaren Erkenntnis, dass die Nutzung von WhatsApp eigentlich immer illegal ist:

Wem es jetzt also immer noch egal ist: willkommen auf der Seite der Gesetzesbrecher! Mit Vorsatz.

Gäbe es denn auch einen Ausweg?

Ja, den gibt es. Nämlich dann, wenn man vorher alle seine Kontakte fragt, ob man mit der Datenübertragung der jeweiligen persönlichen Daten die im Smartphone gespeichert einverstanden ist und sich dieses im besten Falle schriftlich bestätigen lässt UND / ODER die Daten der entsprechenden Person ansonsten nicht auf dem Smartphone ablegt.

Macht aber natürlich keiner. Und so etwas nennt man dann übrigens Doppelmoral: auf den eigenen Datenschutz bestehen, auf den Datenschutz für andere aus eigener Faulheit pfeifen.

Und wer übrigens der Meinung ist, er brauche keinen Datenschutz und könne doch alles (vor allem von anderen Menschen - zumeist Freunden) offenlegen:

Zu argumentieren, dass Sie keine Privatsphäre brauchen, weil Sie nichts zu verbergen haben, ist so, als würden Sie sagen, dass Sie keine Meinungsfreiheit brauchen, weil Sie nichts zu sagen haben.

– Edward Snowden

Und der sollte es wissen, denn schließlich ist er vor dem Staat auf der Flucht, dessen illegale Aktivitäten er aufgedeckt hat.

Natürlich kommt in solchen Diskussionen aber immer der Hinweis, dass ich doch schließlich auch "Alexa" hätte. Ein jederzeit willkommener Anlass den Konter zurück zu geben: bei Alexa handele ich bewusst mit meinen eigenen Daten, jedoch nicht mit den Daten anderer.

Und diejenigen, die mich besuchen wissen auch, dass Alexa zuhört. Was gelegentlich dann auch ausgenutzt wird indem "Alexa, setze Kekse auf meine Einkaufsliste" befohlen wird, wenn ich gerade im Keller Getränke hole oder auf Toilette welche wegbringe.
Und wenn ich dann irgendwann abends mal wieder auf meinem Sofa sitze und Kekse esse während ich mich dabei frage, warum ich eigentlich Kekse gekauft habe, weiß ich, dass ich der Besuch wieder mit Alexa gespielt hat ...

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