Venn schon, denn schon!

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Die Vennbahn: von Aachen über Belgien nach Luxemburg. Hin und zurück. Knapp 300 km. Mit dem Pedelec. Eine kurze Geschichte über einen langen Weg.

Die Vennbahn

Die Vennbahn geht kurz gesagt von Aachen zu Luxemburg. Die einfache Strecke beträgt ~125 km. Hin und zurück also ~250 km.

Ungefähr 80 km pro Tag sollte das Tagespensum der 3-Tages-Tour sein: das erst Drittel am 1. Tag mit allen Sachen von Aachen bis zum Hotel. Die Sachen können dann am zweiten Tag im Hotel bleiben, somit kann der 2. Tag mit "weniger Packgewicht" auch etwas größer werden als der erste (nämlich vom Hotel bis zum Ende der Vennbahn in Luxemburg und am selben Tag wieder zurück) und am letzten (3.) Tag geht es dann mit dem Gepäck vom Hotel wieder zurück zum PKW bei Aachen.

Tour km
Total 282,2
Vennbahn Tag 1 62,1
Vennbahn Tag 1 Burg Reinhardstein 4,7
Vennbahn Tag 1 Bévérce 15,9
Vennbahn Tag 2 125,0
Vennbahn Tag 3 58,7
Vennbahn Tag 3 Endstück Vennbahn 15,8

Komoot Tourlog Vennbahn Tag 1

Das Tourlog vom ersten Tag: vom Parkplatz bei Aachen mit dem Pedelec zum Hotel.

Komoot Tourlog Burg Reinhardstein

Da der erste Teil der Vennbahntour nicht so lang war, sollte es noch zu einer Sehenswürdigkeit der Gegend - Burg Reinhardstein - gehen. Doch leider stimmen die Öffnungszeiten in Google nicht.

Komoot Tourlog Bévérce

Da die Burg nicht besichtigt werden konnte, sollte es in ein Nachbarstädtchen gehen. Doch leider waren die beschriebenen Wege nicht mit einem Tourenrad befahrbar. Ein Mountainbike wäre eher angesagt gewesen. Also ging es unverrichteter Dinge wieder ins Hotel zurück.

Komoot Tourlog Vennbahn Tag 2

Der zweite Tag mit dem größten Abschnitt der 3-Tages-Tour.

Komoot Tourlog Vennbahn Tag 3

Der letzte Tag mit dem letzten Teilstück der Vennbahn: vom Hotel wieder zurück Richtung Aachen.

Komoot Tourlog "Endstück Vennbahn"

Hierbei handelt es sich um das Endstück der Vennbahn. Geparkt hatte ich etwas vor Aachen, um mit dem Rad nicht durch den Stadtverkehr fahren zu müssen. Letztendlich wollte ich das Stück doch noch fahren, aber ich würde zukünftig auf dieses Stück doch verzichten: zu viel Stadtverkehr (= Kreuzungen, Ampeln, Bordsteine, Fahrzeuge, ...) Die anderen ~100 km der Vennbahn sind so schön, dass ich auf diese paar Kilometer verzichten kann.

Hotel 'Chez Phil'

das Hotel 'Chez Phil'

Gesucht war ein Hotel, welches ungefähr auf ⅓ der Wegstrecke liegt. Zusätzlich sollte es in der Nähe des Radwegs Vennbahn sein, es sollte möglichst Frühstück und Abendessen anbieten und wenn es einen guten Preis hat, wäre es auch noch von Vorteil. Ein absolutes muss war die sichere Unterbringung der Räder über Nacht.
Die Suche dauerte nicht lang, bis sich das Hotel "Chez Phil" in Robertville als perfekter Treffer herausstellte.

Das Hotel liegt tatsächlich auf knapp ⅓ der Wegstrecke. Dabei ist das Hotel nur knapp 2 km von einer Abfahrt der Vennbahn entfernt. Frühstück und Abendessen wird ebenfalls angeboten und die Räder sind in der Nacht sicher eingeschlossen. Dabei ist das Hotel auch noch sehr preiswert. Gebucht!

Und auch im Nachhinein hat sich das Hotel als perfekt herausgestellt: morgens zum Frühstück in das Restaurant. zurück nach oben ins Bad, ab zu den Rädern und losfahren. Abends bei der Ankunft hoch aufs Zimmer, duschen und wieder runter zum Abendessen ins Restaurant. Kein unnötiges hin- und herfahren zu einem (anderen) Restaurant notwendig. Und genauso wie das Hotel selbst ist auch das Essen im Restaurant gut & günstig. Dabei wurden wir auch gefragt, um wie viel Uhr Frühstück und Abendessen serviert werden und ob direkt ein Tisch reserviert werden soll.
Ein weiteres persönliches Highlight waren dann auch noch die Cocktails: ebenfalls gut und günstig und nach dem ganzen Tag strampeln darf man sich neben einem Abendessen und einer Flasche Wein auch noch den einen oder anderen Cocktail gönnen. Wer ordentlich sportlich unterwegs ist, darf auch ordentlich essen.

Fazit

Die Vennbahn ist nicht nur die längste sondern auch gleichzeitig schönste Radtour die ich bisher gemacht habe.
Die Tour geht durch Natur pur, man kreuzt hin und wieder Straßen aber zumeist geht es durch Natur ohne eine Straße auch nur in der Nähe zu haben. Von Verkehrslärm keine Spur.
Außerdem gibt es unglaublich viele Motive für Fotos. Ich musste mich zusammenreißen um nicht alle zwei, drei Kilometer an zu halten und Fotos zu machen. Dann hätte die Tour deutlich länger gedauert. Auch befinden sich an jeder relevanten Station Informationsschilder mit der Geschichte zu Bauten, Region, Geschichte. So dass wenn man fotografieren und lesen möchte man eigentlich schon 4 Tage einplanen sollte.

Das bemerkenswerteste ist jedoch die Qualität des eigentliches Radweges: vom Startpunkt Aachen (wo der Radweg recht schlecht ist) mal abgesehen sind auf der gesamten Länge des Weges bis Luxemburg nur wenige hundert Meter Schotterweg, der Rest ist perfekt geteerter Radweg. Die Gesamtstrecke von 250 km hätte ich wohl nicht so gut geschafft, hätte der Radweg dieselbe schlechte Qualität wie die ersten Kilometer von Aachen aus: Wurzeln heben den Radweg dort immer wieder an, dass es schon ein wenig holperig beim Fahren ist. Hinter Aachen ist der Radweg jedoch bis Luxemburg perfekt.
Lediglich bei dem Überqueren der Straßen muss man ab und zu aufpassen: einige Übergänge sind absolut eben, bei einigen sind die Bordsteine abgeflacht, hin und wieder sind die Bordsteine jedoch viel zu hoch und es scheppert ordentlich, wenn man sie zu schnell überquert.

Vennbahn Imagefilm

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