Erfahrungen

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Ich gebe zu, ich war ein bisschen aufgeregt und hatte auch ein wenig "Bammel": Downhill? Ich?
Naja, "Downhill": echte Könner werden lachen, aber auch wenn es sich "nur" um die beiden blauen Strecken (Steigerung: grün (Einsteiger), blau, rot, schwarz, schwarz-schwarz (Profi)) handelte, es ging schon ambitioniert zur Sache und Spaß hat es auf jeden Fall gemacht und ich war sicher nicht zum letzten Mal da! Da: im Bikepark Willingen.

"Flowtrail" und "Flowtrail Country" waren die beiden Strecken, auf denen es abwärts ging. Einsteiger, aber war ja auch das erste Mal und der Spaß kommt trotzdem nicht zu kurz, den "Flow" ist die richtige Bezeichnung für diese Abfahrt: man kann es schön laufen lassen ohne viel treten oder zu viel bremsen zu müssen. Gebremst habe ich trotzdem viel, die Hinterradbremse wurde ordentlich heiß.

Aber trotzdem hat es sau-viel Spaß gemacht. Die rote Herausforderung habe ich dann sein gelassen. Zum ersten war es ja das erste Mal, dass ich in einem Bikepark war und trotz dessen, dass die beiden Abfahrten keine Probleme darstellen, ich beim Fahren dann doch keinen "Bammel" hatte und es auch keine Probleme gab: nicht übertreiben. Zum Zweiten brauche ich trotzdem mehr Übung, um die nächste Stufe fahren zu (wollen) können: kann man auf "blau" noch alle Hindernisse leicht überrollen oder umfahren, geht das bei "rot" schon nicht mehr: einige Passage erst einmal angefahren, können dann nicht mehr vermieden werden. Oder anders ausgedrückt: bremsen ist dann nicht mehr bzw. führt dann zu keinem oder einem negativen Erfolg. Und zum Dritten: eine Abfahrt ist so ~3km lang. Idealer Weise fährt man sie in stehender / leicht angewinkelter Haltung zum Abfedern. Sechs Abfahrten habe ich geschafft, danach wollten die Beine (Oberschenkel) nicht mehr so richtig. Statt komplett im Stehen herunterzufahren, habe ich mich dann in ruhigeren Passagen dann doch leicht auf den Sattel gesetzt und die Füße (gefährlich nahe) zum Boden bewegt.
Die Füße waren sowieso zu oft zu weit unten. Die ersten, die das gemerkt hatten, waren meine alten Turnschuhe. Schon während der zweiten Abfahrt hatten sich durch Kontakt / Bewegung / Reibung an beiden Schuhen die Sohlen gelöst und hingen nur noch zum Teil am Schuh dran. Glücklicher Weise konnte ich mir im Laden "K1" direkt neue Fahrradschuhe kaufen. Fahre ich zur Arbeit / zum Einkaufen / kleine Touren noch in Sandalen, sollte man spätestens beim MTB doch Schuhe tragen, die verhindern, dass beim Abrutschen von den Pedalen die Fußnägel nach hinten klappen. Aua!
Der letzte Grund für "nicht rote Strecke" waren die dort gegebenen (möglichen) Sprünge. Zum Ersten habe ich Sprünge noch nicht geübt, vor allem habe ich ein Hardtail (ungefedertes Rad) und kein Softtail (gefedertes Rad), so dass ich - sollte der Rahmen die Sprünge ohne zu brechen überstehen - selbst die Landungen hätte abfedern müssen. Und auch das war mir dann für das erste Mal doch zu viel Herausforderung.

Leider kann man den erlebten Spaß nicht wirklich gut beschreiben. Und auch die Fotos (die man ja nur in den immer wieder vorhandenen Auslaufzonen machen kann) zeigen nicht wirklich gut, was für eine Gaudi man haben kann beim nur-Berg-durch-den-Wald-herunterfahren auf präparierten Pisten. Wer es also genauer wissen will, muss es selbst erfahren!

Der ganze Tag ist ohne einen Sturz und Verletzung verlaufen. Sieht man mal von dem schlimmsten Muskelkater seit Jahren in den Oberschenkeln am nächsten Tag ab ...

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