De rien

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Immer noch wache ich viel zu früh auf, zwischen 6 und 7 Uhr. Ich denke, ich werde mich erst dann an das Ausschlafen gewöhnt haben, wenn ich wieder arbeiten muss. Aktuell kann ich mich aber noch unter der warmen Bettdecke wieder umdrehen, denn es ist über Nacht wieder kalt geworden. So ein Wohnwagen hält eben keine Wärme ...

Und weil es auch nach dem Aufstehen um 8.30 Uhr immer noch so kalt ist, geht der erste Griff zur Klimaanlage, später auch ein zweiter um die Luft auf wenigstens klimafreundliche 19 Grad zu bringen.
Als ich Baguette, Croissant und Pain-au-chocolat im Shop abhole, gebe ich auch direkt an, dass ein Techniker doch bitte bei der Spülmaschine gucken soll - sie will immer noch nicht laufen.
Im inzwischen aufgeheiztem Cottage wird mit 4 Tassen Kaffee gefrühstückt. Und da ich nicht weiß, wann der Techniker kommt und es mir trotz blauem Himmel draußen immer noch ein wenig zu kalt ist, entschliesse ich mich den Tag heute später zu starten, zumal ich mit Troys, Reims und Verdun ja schon drei Tage hintereinander schon einiges hinter mich gebracht habe und ich mich auch durchaus in der Pflicht sehe, mal nichts zu tun.

So widme ich mich dann auch noch einmal der Mikrowelle, um ein Frühstücksei zu zaubern, dass jedoch auch nach 4 Minuten trinkbar ist. Morgen 5 Minuten bei unbekannter Wattzahl sollte dann aber das erwünschte Ergebnis bringen.
Ebenso schaffe ich es, den Fernseher mit dem Fire-TV Stick ans laufen zu bringen. Jedoch ist das WLAN so schwach, dass es zwar für die Amazon Prime Music reicht, wahrscheinlich jedoch nicht für einen Livestream von Filmen. Die werde ich wohl über das Tablet vorladen müssen, werde ich was sehen wollen. Da das Wetter aber immer besser wird und von Regen nicht mehr die Rede ist, fällt TV wahrscheinlich sowieso als Programmpunkt flach. Die Musik klingt jedoch aus dem Fernseher viel besser als aus dem Tablet. Also alles gut.

Der Techniker war inzwischen auch da, die Spülmaschine läuft (die Sicherung war ausgeschaltet), ich aktualisiere meinen Blog, teste Serienstreaming auf dem TV (klappt nicht so richtig mit dem doch recht langsamen WLAN, download ~3 MB, gestern Abend ~1 MB) - funktioniert. Gegen 15 Uhr werde ich mal nach St. Dizier zum Einkaufen fahren und den Rest des Tages verplempern. Urlaub eben.

Es ist 13:57 Uhr, da könnte ich doch in der Mittagssonne noch zur weiteren Erholung ein Schläfchen machen? Mach ich!
Gegen 15:37 Uhr mache ich mich dann doch auf, schließlich wollte ich noch für das Abendessen einkaufen.
Umgezogen, angezogen, Motorrad aufgestiegen, angelassen ... angelassen ... an... ???
Der Anlasser lässt sich nicht an, sich an zu lassen. Kein Ton, kein Mucks, nichts. Die Anzeige blinkt fröhlich vor sich hin: noch 65 Kilometer bis zum Schieben. Also muss Benzin vorhanden sein. Die Anzeige zeigt mir an, dass der Leerlauf drin ist, Strom ist also auch da und kein Gang eingelegt ist ja auch OK. Der Seitenständer ist eingeklappt - sonst startet ein Motorrad ja nicht (aus Sicherheitsgründen ist ein laufender Motor bei eingelegtem Gang und ausgeklappten Seitenständer verboten). Notschalter einmal aus, einmal an, nochmal starten. Niente. Ne, nö?
Der Anlasser kaputt, jetzt, mitten im Urlaub? Da fällt mir ein, dass es mal Probleme bei einigen Maschinen gab, wenn der Anlasser-Knopf in der Sonne gebraten hat. Mit etwas Wasser kühlen und gut ist. Also Wasser drüber ... nichts.

Also rufe ich BMW Kaltenbach Overath an. Sofort bekomme ich einen Techniker an die Strippe und er geht mit mir alle Möglichkeiten durch und nennt u. a. auch das Problem mit dem in der Sonne überhitzten Schalter. Ich erwähne, dass ich den Schalter schon mit Wasser gekühlt habe, jedoch habe ich evt. nicht lange genug gewartet. Ich drücke erneut den Anlasser und der Vierzylinder schüttelt sich, als ob nichts gewesen wäre.
Sofort frage ich nach einem Ersatzschalter. Herr Lindt lässt sofort kontrollieren wann einer lieferbar wäre und was er kostet. 144 Euro, ist auch schon auf Lager. Und da mir ein neuer Schalter (verbessertes Design welches weniger temperaturemfpindlich ist) lieber ist, als irgendwann in der Pampa nicht starten zu können, bestelle ich sofort.
Und wieder einmal hat sich Kaltenbach Overath als äußert kompetent und hilfsbereit erwiesen. Ich weiß schon, warum ich von meinem alten BMW Händler aus Hämmern weg gegangen bin.

Also ab zum Einkaufen und vor allem auch Tanken ... ich will ja nicht schieben.
Und nach dem Einkaufen (mon dieu - haben die Franzosen die Ruhe weg: Enkaufswagen im Weg, Leute die den Weg versperren, lange Schlangen an den Kassen: das scheint sie alles nicht aus der Ruhe zu bringen) wieder zurück zum Abendessen kochen: Tomaten - Melonen - Salat mit Ziegenkäse. Dazu den Rest des Frühstück-Baguettes und ein Glas weißen Bordeaux. Als Nachtisch Kaffee und Blätterteig mit Schokofüllung. Alles draußen in der Sonne vor dem Cottage.

Am Abend noch einen kleinen Spaziergang zum Lac-du-Der für ein paar Fotos und nach dem Sonnenuntergang gibt es dann zum Ausklang das Todesurteil ...

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